Geschichtsverein Griesheim e. V.

Satzung

Satzung

Nachfolgend finden Sie die Satzung des Geschichtsverein Griesheim e. V. Die Interpunktion und Rechtschreibung im vorliegenden Text sind gegenüber der Urschrift an einigen Stellen korrigiert worden, ohne Sinn und Wesensgehalt der Satzung zu berühren.

§1 Name und Sitz des Vereins

Der Verein führt den Namen „Geschichtsverein Griesheim e.V.“ und hat seinen Sitz in Frankfurt am Main–Griesheim. Unter diesem Namen soll der Verein in das Vereinsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main eingetragen werden.

§2 Zweck des Vereins

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung von 1977.
Zweck des Vereins ist die Förderung der Heimat- und Geschichtsforschung in Frankfurt–Griesheim sowie der Volksbildung. Der Zweck wird verwirklicht durch heimatgeschichtliche Vorträge und Ausstellungen, die Herausgabe ortsgeschicht- licher Publikationen, Führungen von Gruppen bei ortsgeschichtlichen Exkurs- ionen, sowie die Sammlung von heimatgeschichtlich relevanten Dokumenten, die in einem vereinseigenen Archiv der Öffentlichkeit zugänglich sind. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

§3 Mitgliedschaft

Mitglied kann jede unbescholtene Person jeden Alters werden.
Der Verein besteht aus Ehrenmitgliedern, ordentlichen Mitgliedern und jugend- lichen Mitgliedern.
Personen, die sich in besonderem Maße Verdienste für den Verein erworben haben, können durch Beschluß der Mitgliederversammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Die Ehrenmitglieder haben die Rechte der ordentlichen Mitglieder. Sie sind jedoch von der Beitragszahlung befreit.
Ordentliche sind aktive Mitglieder, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Jugendliche Mitglieder sind aktive Mitglieder, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

§4 Rechte und Pflichten der Mitglieder

Ordentliche Mitglieder, Ehrenmitglieder, jugendliche Mitglieder ab dem vollendeten 16. Lebensjahr haben das Stimmrecht in der Mitgliederversammlung.
Alle Mitglieder haben das Recht, dem Vorstand und der Mitgliederversammlung Anträge zu unterbreiten. Sie sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen.
Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins.
Die Mitglieder sind verpflichtet:
a) die Ziele des Vereins nach besten Kräften zu fördern,
b) das Vereinseigentum schonend und pfleglich zu behandeln,
c) den Beitrag rechtzeitig zu entrichten.

§5 Beginn und Ende der Mitgliedschaft

Die Aufnahme ist schriftlich zu beantragen. Über den Aufnahmeantrag entscheidet der Vereinsvorstand mit einfacher Stimmenmehrheit. Lehnt der Vorstand die Aufnahme ab, so kann der Antragsteller hiergegen Berufung zur Mitgliederversammlung einlegen. Diese entscheidet mit einfacher Stimmenmehr- heit endgültig.
Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austritt oder Ausschluß. Die Austritts- erklärung hat schriftlich gegenüber dem Vorstand zu erfolgen. Hierbei ist eine einmonatige Kündigungsfrist einzuhalten.

Der Ausschluß erfolgt:
a) wenn das Mitglied trotz erfolgter Mahnung mit der Bezahlung eines Jahres- beitrages im Rückstand ist,
b) bei grobem oder wiederholtem Verstoß gegen die Satzung oder die Interessen des Vereins,
c) wegen unehrenhaftem Verhalten innerhalb des Vereins,
d) aus sonstigen schwerwiegenden, die Vereinsdisziplin berührenden Gründen.
Über den Ausschluß, der mit sofortiger Wirkung erfolgt, entscheidet zunächst der Vorstand mit einfacher Stimmenmehrheit. Vor Entscheidung des Vorstands ist dem Mitglied unter Setzung einer Frist von mindestens zwei Wochen Gelegenheit zu geben, sich zu den erhobenen Vorwürfen zu äußern. Der Ausschließungs- beschluß ist dem Mitglied unter eingehender Darlegung der Gründe durch eingeschriebenen Brief mitzuteilen.

Gegen diesen Beschluß ist die Berufung zur Mitgliederversammlung statthaft, die dann mit einer Stimmenmehrheit von zwei Dritteln entscheidet. Die Berufung muß innerhalb einer Frist von einem Monat nach Zugang des Ausschließungs- beschlusses schriftlich eingelegt werden. In der Mitgliederversammlung ist dem Mitglied Gelegenheit zur persönlichen Rechtfertigung zu geben. Wird der Beschluß vom betreffenden Mitglied nicht innerhalb obiger Frist angefochten, so ist ein gerichtliche Klage ausgeschlossen.

Mit Beendigung der Mitgliedschaft erlöschen alle Ansprüche aus dem Mitgliederverhältnis, unbeschadet des Anspruchs des Vereins auf rückständige Beitragsforderungen. Eine Rückgewährung von Beiträgen, Sacheinlagen oder Spenden ist ausgeschlossen.

§6 Mitgliedsbeiträge

Der Verein erhebt einen Mitgliedsbeitrag, dessen Höhe von der Mitgliederver- sammlung festgesetzt wird.

§7 Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.

§8 Der Vorstand

Der Vorstand besteht aus:
a) dem 1. Vorsitzenden
b) dem 2. Vorsitzenden
c) dem 1. Schriftführer
d) dem Kassierer
e) dem Archivar

Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch zwei Vorstandsmitglieder, darunter der 1. Vorsitzende oder der 2. Vorsitzende, vertreten.
Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte des Vereins. Ihm obliegt die Verwaltung des Vereinsvermögens und die Ausführung der Vereinsbeschlüsse.

Der Kassierer verwaltet die Vereinskasse und führt Buch über die Einnahmen und die Ausgaben.
Der Archivar verwaltet das vereinseigene Archiv.
Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt.
Der Vorstand faßt seine Beschlüsse in Vorstandssitzungen, die vom 1. Vorsitzenden, oder bei dessen Verhinderung vom 2. Vorsitzenden einberufen werden. Hierbei ist eine Frist von 2 Wochen einzuhalten. Im Ausnahmefalle kann der 1. Vorsitzende, oder bei dessen Verhinderung der 2. Vorsitzende, die Vorstandssitzung fristlos und mündlich anberaumen. Dies ist jedoch nur dann zulässig, wenn ausnahmslos alle Vorstandsmitglieder den Termin wahrnehmen können, oder im Falle ihrer Verhinderung ausdrücklich damit einverstanden sind.

Der Vorstand ist beschlußfähig, wenn mindestens zwei Drittel der Vorstands- mitglieder anwesend sind. Bei Beschlußunfähigkeit muß der 1. Vorsitzende bzw. der zweite Vorsitzende eine zweite Sitzung mit derselben Tagesordnung einberufen. Dies hat innerhalb einer Woche zu geschehen. Die zweite Sitzung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Vorstandsmitglieder beschlußfähig. In der Einladung zur zweiten Sitzung ist auf diese besondere Beschlußfähigkeit hinzuweisen.
Bei Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes haben die übrigen Vorstandsmitglieder das Recht, einen Ersatzmann bis zur nächsten Mitglieder- versammlung zu bestellen.

§ 9 Die Mitgliederversammlung

Die ordentliche Mitgliederversammlung ist einmal jährlich, möglichst im ersten Quartal des Kalenderjahres, durch den Vorstand einzuberufen.
Die Mitglieder sind unter Bekanntmachung der Tagesordnung mindestens drei Wochen vor der Versammlung schriftlich einzuladen. Anträge müssen bis spätestens eine Woche vor Versammlungstermin beim Vorstand vorliegen.
Der Vorstand kann auch jederzeit eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Hierzu ist er verpflichtet, wenn der 10. Teil der stimmberechtigten Mitglieder dies unter Angabe des Zweckes und der Gründe schriftlich verlangt.
In diesem Fall sind die Mitglieder unter Bekanntgabe der Tagesordnung und Einhaltung einer Frist von mindestens zwei Wochen einzuladen. Die satzungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist unabhängig von der Zahl der erschienenen Mitglieder beschlußfähig.

§ 10 Aufgaben der Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung hat insbesondere folgende Aufgaben:

1. die Wahl des Vorstandes
2. die Wahl der Kassenprüfer
3. die Entgegennahme des Jahres- und Kassenberichtes des Vorstandes
4. die Entlastung des Vorstandes. Diese wird von einem Mitglied, das nicht dem Vorstand angehört, beantragt,
5. Die Ernennung von Ehrenmitgliedern,
6. die Beschlußfassung über Satzungsänderungen,
7. die Beschlußfassung über fristgerecht eingereichte Anträge,
8. die Beschlußfassung über die Auflösung des Vereins.

§ 11 Beschlußfassung der Mitgliederversammlung

Den Vorsitz in der Mitgliederversammlung führt der 1. Vorsitzende, bei seiner Ver- hinderung der 2. Vorsitzende, bei Verhinderung beider, ein vom 1. Vorsitzenden bestimmter Vertreter.
Die Mitgliederversammlung faßt ihre Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit der abgegebenen Stimmen, es sei denn, Gesetz oder Satzung schreiben eine andere Stimmenmehrheit vor.
Eine Vertretung in der Stimmenabgabe ist unzulässig.

Die Beschlußfassung kann wahlweise durch offene oder geheime Abstimmung erfolgen. Letztere geschieht auf Antrag eines Mitgliedes.
Für die Wahl der Vorstandsmitglieder sowie der Kassenprüfer ist die einfache Mehrheit der abgegeben Stimmen erforderlich.
Im zweiten Wahlgang ist gewählt, wer die meisten gültigen abgegebenen Stimmen auf sich vereinen kann. Ergibt der zweite Wahlgang abermals Stimmengleichheit, so entscheidet das Los.

§ 12 Beurkundung von Beschlüssen und Niederschriften

Die Beschlüsse des Vorstandes und der Mitgliederversammlung sind schriftlich abzufassen und vom jeweiligen Leiter der Sitzung und dem Schriftführer zu unterschreiben.

§ 13 Satzungsänderung

Eine Änderung der Satzung kann nur durch die Mitgliederversammlung beschlossen werden. In der Einladung ist der zu ändernde Paragraph in der Tagesordnung anzugeben. Ein Beschluß, der eine Änderung der Satzung enthält, bedarf einer Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen Stimmen.

§ 14 Vermögen

Die Mittel des Vereins werden ausschließlich zur Erreichung des Vereinszwecks verwendet. Niemand darf durch Ausgaben, die dem satzungsmäßigen Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 15 Auflösung des Vereins

Die Auflösung des Vereins erfolgt durch Beschluß der Mitgliederversammlung, wobei drei Viertel der abgegebenen Stimmen für die Auflösung stimmen müssen. Die Mitgliederversammlung ernennt zur Abwicklung des Vereins drei Liquidatoren. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vereinsvermögen an das Institut für Stadtgeschichte der Stadt Frankfurt am Main, das es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

§ 16 Inkrafttreten der Satzung

Die Satzung tritt am Tage ihrer Beschlußfassung in Kraft.

Frankfurt-Griesheim, den 6. April 1995
Geänderte Fassung vom 12. Dezember 2006